Mein Bullerbyn ist hier und überall


Wieso Bullerbyn?

Im Herbst 2017 sind wir in unser rotes Holzhaus gezogen und seit dem damit beschäftigt, uns unser kleines Bullerbyn aufzubauen. Aber was ist denn eigentlich Bullerbyn?

Für mich ist Bullerbyn bunt, lebhaft und vielleicht manchmal auch ein wenig durcheinander. Die Kinder aus Bullerbyn sind meist an der frischen Luft, können sich frei bewegen und die Welt erkunden. Weiße Leinentischdecken wehen auf Tischen und der Duft von Kanelbullar liegt in der Luft. Überall wachsen bunte Blumen, die gepflückt im Haus und auf Tischen verteilt oder zu Kränzen verarbeitet werden.

Das Bullerbyn, das Astrid Lindgren 1952 in ihren Büchern beschreibt, ist für mich ein wichtiges Stück Kindheit. Tatsächlich habe ich mich schon als kleines Kind sehr damit identifiziert, da eines der Kinder Inga heißt - wie ich. Dieser Name war in unserer Kleinstadt Mitte der 1980er mehr als selten und irgendwie hatte ich wohl deswegen das Gefühl, ein Teil von Bullerbü zu sein. Dort zuhause zu sein.


Die Farbformel und andere Möglichkeiten

Es bereitet mir die größte Freude, Farben zu kombinieren. Als ich Anfang meines Studiums während eines Auslandsaufenthalts in Dublin mit einer Modestudentin zusammenlebte, sagte sie immer, man sollte nach Möglichkeit nicht mehr als drei Farben mitenander kombinieren. Dieser Satz ging mir nicht mehr aus dem Kopf, auch wenn sie sich damals eher auf Kleidung bezog.

Nachdem ich mein Studentinnenleben hinter mir gelassen hatte und wir an die Ostsee zogen, habe ich - bewusst oder unbewusst - angefangen, mich einrichtungstechnisch zunehmend auf die Farben mint und grau zu konzentrieren. Da schwarz und weiß ja nicht zu den Farben zählen, hatte ich also noch eine Farbe frei. Gelb sollte es sein. Oder doch rauchrosa?

Außerdem liebe ich es goldene bzw messingfarbene Akzente zu setzen.

Dank des Mannes, der hier immer sehr für Ordnung sorgt und eher minimalistisch veranlagt ist, wirkt unser Haus auch nicht überladen, sondern luftig und offen. Durch die vielen Fenster und die hellen Wände und Möbel ist es bei uns einladend freundlich und hell.


Lagom und mein Bullerbyn

 

Lagom bedeutet ja, dass Dinge ausgewogen sein sollen. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Das gilt für Farben, Möbel, Einrichtungsgegenstände und Deko. Ich mag es, einerseits Gruppen zu bilden (von Bildern oder anderen Accessoires), dafür dann aber auch Leerstellen und Freiräume zu lassen.

Je kleiner der der Wohnraum, desto wichtiger ist, dass auch auf Funktionalität der Einrichtungsgegenstände geachtet wird. Meine Empfehlung: Einfach mal alles, was keinen Nutzen hat weg packen und dann wirken lassen.