"Schweden, Schweden, überall Schweden!"

Eine Reise durch das Småland von Astrid Lindgren

 

Lange war es unsicher, ob wir in diesem Jahr nach Schweden fahren können. Im Januar hatten wir 2 Ferienhäuser gemietet. Wollten eine Woche nördlich zwischen Vänern- und Vetternsee verbringen, dort Midsommar feiern. Im Anschluss eine Woche auf den Spuren Astrid Lindgrens in Smaland unterwegs sein. Coronabedingt mussten bzw konnten wir unser erstes Ferienhaus gegen komplette Rückerstattung des Geldes stornieren (hatten über "Schwedenhausvermietung-Vermietung" gebucht). Das zweite Haus, in der Nähe von Karlstorp, hatten wir über eBay-Kleinanzeigen gefunden. Da es sich um einen privaten Anbieter handelt, verweigerte dieser die Rückerstattung (da die Kündigungsfrist unsererseits nicht eingehalten wurde - klar, wir hatten ja auch gehofft und gewartet, ob die Reisewarnung aufgehoben wird) und bot uns einen Gutschein an. Also wurden die Infektionszahlen in Schweden beobachtet, analysiert und bei uns diskutiert. Nachdem sie zwei Wochen unter dem kritischen Wert lagen, fassten wir uns ein Herz, nutzen die letzte mögliche Ferienwoche und fuhren los. Zwar nicht wie geplant 14 Tage, aber wenigsten 8. Da wir im Norden Deutschlands wohnen, ist eine Reise nach Skandinavien für uns nicht zu weit und innerhalb eines Tages gut machbar.

 

Die Anreise

 Wir nehmen eigentlich immer (das ist mindestens einmal im Jahr) den gleichen Weg nach Schweden. Mit der Fähre von Puttgarden nach Rödby. Kostet für uns vier (mit unserem Volvo V70) ca. € 85,00. Hier kaufen wir uns einen überteuerten Kaffee und manchmal auch Pommes und genießen die kurzweilige Überfahrt von 45 Minuten.

Dann kommt die von uns ungeliebte Fahrt durch Dänemark. Am liebsten bringen wir sie schnellstmöglich hinter uns, weil wir sie nicht so wahnsinnig spannend finden. Also auf direktem Weg auf die Öresund-Brücke Richtung Malmö. Für Irritation sorgt bei uns immer wieder die Art der Bezahlung. Am Ende der Brücke kann man dort mehr als unkompliziert mit EC-Karte zahlen. Für meinen Geschmack etwas zu unkompliziert. Denn das Ganze läuft so: Karte rein, Karte raus, Schranke auf. Man wartet noch darauf, eine Geheimzahl einzugeben oder einen Beleg zu bekommen, als die Ampel schon auf grün steht...  Auf der Rückfahrt habe ich dann gesehen, dass es ca. 68,00 kostet. Hier spielt also nur Fahrzeuggröße / -länge eine Rolle.

Und von nun an beginnt für uns schon der Urlaub. Wir schauen links und rechts, entdecken Seen, suchen Elche und irgendwann auch immer eine Möglichkeit für einen Reiseimbiss. Häufig ist es Fastfood. Hierfür hat sich "Sibylla" bewährt. Ich weiß noch, dass wir vor einigen Jahren überhaupt nicht begeistert davon waren, was wir dort aufgetischt bekamen. Das hat sich mittlerweile definitiv verändert. Sie haben nämlich sowohl einen veganen als auch einen vegetarischen Burger im Angebot, die sich durchaus genießen lassen können. Dieses Jahr haben wir unseren Stop in Älmhult eingelegt. Kleiner Funfact: Hier eröffnete 1958 der erste IKEA.

Nach dem Futterstop ging es nun noch 2 Stunden in Richtung Smaland. Vorbei an Växjö, Eksjö und nach Karlstorp. Das ist ein sehr kleines, aber richtig schönes Dörfchen mit einem super schönen Antik-Café, auf das ich nacher noch genauer eingehen werde.

Das Ferienhaus

Ich liebe ja diese alten Schwedenhäuser. Wirklich. Sehr. Ich verstehe aber auch, dass für den Mann die Deckenhöhe durchaus problematisch werden kann.  Vor einigen Jahren sind wir in der Nähe von Jönköpping in einem Haus von 1800 gelandet mit einer Deckenhöhe von 1,90m. Wie hoch dort die Türen waren, könnt ihr Euch ausrechnen. Seither vesuche ich zumindest darauf zu achten, dass er sich im Erdgeschoss aufrecht fortbewegen kann. Im oberen Stockwerk habe allerdings selbst ich mir dieses mal häufiger an diversen Balken den Kopf gestoßen.

 

Kirterien bei der Ferienhaus- Suche:

  • Smaland, Nähe Vimmerby
  • Mindestens 2 Schlafzimmer, 4 Betten
  • Garten, nach Möglichkeit Alleinlage
  • kein direkter Seezugang (wegen Tilda)
  • Haus am Wald oder kleiner Straße
  • gern mit Sauna
  • Fahrräder inkl. Kindersitz vor Ort

 

Dass das Haus kein Palast sein würde, war klar. Wir haben es gebucht, weil es von der Lage (und auch vom Preis) einfach ziemlich gut in unsere Planung passte. 16km von Mariannelund entfernt. Bullerbyn, Katthult, Vimmerby und Mariannelund - alles hervorragend mit dem Auto zu erreichen.  Was wir durch die Bilder im Internet nicht erahnen konnten, war der Muff, der uns beim Öffnen der Tür entgegen kam. Das Wohnzimmer war leider besonders stark betroffen, so dass ein Aufenthalt dort nicht unbedingt zu empfeheln war. Blieben noch Esszimmer und Schlafzimmer als Indoor-Optionen (die Küchte hatte nur einen kleinen Esstisch).  Interiortechnisch war das Haus eher in den 80ern einzuordnen, Holzvertäfelung von hinten nach vorn, Moniliar im gleichen Farbton. Nach unserem Gepäck brachten wir erst einmal zwei Blumensträuße mit ins Haus, die Duft und Farbe versprühen sollten. Aus dem Fenster heraus zu sehen, war jedoch ein großer Genuss.

 

Eckdaten:

ca 150qm, 1,5 Geschossig, 3 Schlafzimmer (7 Personen + 1 Kind), Küche, Bad.

Preis: 395,- zzgl Strom (und ggf Reinigung)

 

 

Der erste Supermarktbesuch

Nachdem das Gepäck weitestgehend im Haus verstaut wurde, war der Kofferraum frei für den ersten Einkauf im Supermarkt. Das läuft dann immer ähnlich ab. Neben den Basics Obst, Gemüse, Brot, Milch und Käse gibt es gewisse Dinge, die immer sofort im Einkaufswagen landen. Während die Mädchen sich mit großen Augen im Süßigkeitenparadies aufhalten (wer es nicht kennt: in fast allen schwedischen Supermärkten kann man sich bunte Tüten in allen Variationen zusammen stellen... ), habe ich meinen imaginären Einkaufszettel im Kopf und düse los:

  • Zimtknäcke
  • Dillchips
  • Backpulver, Vanillezucker und co
  • Rödbedsalat
  • veg. Schnitzel und co
  • Schokolade (immer gern mit Meersalz)

Einige dieser Dinge gibt es in Deutschland nicht (wie das leckere Zimtknäcke), andere haben in Schweden einfach viel hübschere Verpackungen (und da bin ich ja leider sehr schnell für zu begeistern).

... und wo ich sonst noch immer "schnell mal gucken" gehe:

Außer im Loppis lassen sich natürlich auch noch anderswo schöne Dinge finden.

Ein Besuch bei Lindex steht eigentlich immer auf dem Programm. Wenn ich schon sonst nicht oft bummeln gehe, dort nehme ich mir die Zeit und schaue auch mal für mich nach Klamotten. Es gibt hier nämlich nicht nur für Kinder unfassbar niedliche Sachen, sondern auch für meinen Geschmack ist einiges dabei. Dieses Mal habe ich einen schönen Anorak für den Herbt gefunden, ein Kleid und ein langes Shirt. Auch die Mädels haben etwas bekommen. Tilda einen Schietwettermantel, eine Leggins und ein Shirt und Lotte eine Shorts, eine Hose und einen Pullover.

Home Decor findet man bei Hemtex, Mio, in diversen Supermärken (immer mal bei Netto, ICA oder odern anderen Märkten genau in die Auslagen und entsprechenden Regale werfen, das kann sich lohnen) oder bei Lagerhaus habe ich auch schon viele Teile für unser Haus gefunden.

 


What to do?

... bei Sonne

Bullerbyn

Wir waren vor 8 Jahren schon einmal hier in Sevestorp. Damals war Lotte im Bauch, der Mittelhof für Besucher zugänglich. Es blühten überall Mohnblumen, es gab einen wunderschönen Loppis, den ich als solchen damals gar nicht erkannt habe.

Nun sind wir mit unseren beiden Töchtern hier. 7 und 3 Jahre. Beide kennen sowohl Bücher als auch Verfilmungen des Astrid Lindgren Klassikers. Es war nicht ganz leicht, besonders Tilda, zu erklären, dass sie dort keine Kerstin treffen würde und es auch kein Pferd oder Schaf geben würde, das auf der Wiese steht.

Was wir entdeckt haben? Den Limonadenbaum, den Lotte erkundet hat und den Heuboden, in dem Tilda sich gleich pudelwohl gefühlt und mit Heu nur so um sich geworfen hat.

Wir haben uns dagegen entschieden, dort einen Kaffee zu trinken und uns so etwa 30-45 Minuten dort aufgehalten. Sicherlich kann man dort auch etwas länger verweilen.

 

Eintritt: frei

Parken: 50 Kr (ca. € 5,00)

www.bullerbyn.com

 

 

Katthult

Man denkt, Michel würde aus Lönneberga kommen. Direkt in diesem Ort findet man aber nicht den Bauernhof der Familie Svensson.

Der befindet sich in Katthult, unweit von Mariannelund. Das ist ein kleiner Bauernhof mit einem Haupthaus, ein paar Nebengebäuden wie einer großen Scheune und einer Knechthütte. Außerdem findet man einen Hasenstall und ein Ziegengehege und der Teich, in dem Alfred und Michel Krebse angeln.

Das Bauernhof ist noch immer bewohnt. Was ich nicht wusste, dass in diesem Haus keine einzige Szene aus den Michel-Filmen gedreht wurde. Grund dafür ist, dass die Einrichtung zu modern für die Geschichte war, denn diese spielte anfang des 20. Jahrhunderts. Gedreht wurde aber zwischen 1971 und 1973.

 

Parken frei

Eintritt: Erw. 60 Kr, Kinder 40 Kr

www.katthult.se


Vimmerby und Näs

Astrid Lindgren Värld


Ein Besuch in Vimmerby lohnt sich immer. Wer Lust auf einen kleinen Stadtbummel durch die Astrid Lindgren-Stadt hat kann hier von schönen Häusern und Geschäften bis hin zum Loppis alles finden. Auch die bekannte Staue von der sitzenden Astrid Lindgren steht hier auf dem Marktplatz.

 

Näs ist der Ort, an dem Astrid Lindgren ihre Kindheit verbracht hat. Hier steht sowohl das Elternhaus als auch eine sehr abwechslungsreiche und sehr schön gestaltete Ausstellung über ihre Geschichte und und den Werdegang als Autorin.

Man kann sich an diesem Ort gut einen Nachmittag aufhalten, da auch die Gärten besichtigt werden können und es vielseitig hergerichtet ist.

 

Wir haben es vor 2 Jahren besichtigt, in diesem Jahr ist es leider geschlossen.

 

www.astridlindgrensnas.se

www.vimmerby.com

Ebenfalls in Vimmerby befindet sich seit 1981 die Astrid Lindgren-Väld. Wir selbst waren noch nie dort und in diesem Jahr ist sie leider auch coronabedingt geschlossen.

Hier werden die Figuren und Geschichte aus Astrid Lindgrens Bücher lebendig, es gibt ein Pippi Langstrumpfhaus und einen großen Theater und Themen Park.

 

Mehr Informationen gibt es hier: www.alv.se

 

 

 

 

Was man sonst noch bei gutem Wetter unternehmen kann?



... in der Natur


Baden

Seen gehören zu Schweden wie die Elche. Es gibt sie überall, klein groß, flach, tief. Die öffentlich ausgewiesenen Badestellen haben fast alle einen Steg, Umkleiden, Toiletten und oftmals sogar Spielgeräte für Kinder. Außerdem findet man hier häufig Feuerstellen, oft mit Holz, manchmal sogar mit Kerzen und Streichhölzern. Gern halten wir uns hier auf, da es besonders für die Kinder ein großer Spaß. Lieber bin ich persönlich aber an etwas entlegeneren Orten.

 

HOW TO FIND A BADPLATS?

Ganz einfach. An den Straßen überall Schilder,die auf Badestellen hinweisen.

Wer es gern lieber selbst "finden" möchte, schaue in der Online Navigation. Wir nutzen hierfür zwei Möglichkeiten:

  1. Einfach über den Standort nach Seen Ausschau halten und dann nach Karte fahren. Nachteil ist hier, dass man häufer mal an Seen vorbeifährt, die keinen richtigen Zugang haben. Das kann mit ungnädigen Kindern im Gepäck manchmal etwas unentspannt werden. Besser ist da
  2. direkt nach Badplats suchen. Es werden einem hier immer viele angezeigt und wir haben  hierdurch schon einige gute Stellen gefunden.

Es gibt auch diverse Webseiten, auf denen die Plätze gelistet sind. So zum Beispiel hier.

 

Dieses Foto ist übrigens am Kolsjön in Karlstorp entstanden. Das war einer der beiden Badeplätze, die vom Ferienhaus am nahsten lagen.

Der andere See, mit etwas größerer Badestelle war der Lille Bellen in Bellö.

 

Radfahren

Radfahren in Schweden macht wirklich Spaß! Die Waldwege und kleinen Straßen, die sich so oft an Seen und feinen Badespots vorbeischlängeln, sind mit dem Rad viel besser zu genießen als mit dem Auto. Hier und da einen Pause einlegen. Himbeeren pflücken und Walderbeeren entdecken. Eine Schlange oder einen Ameisenhaufen beobachten. Und natürlich ein Picknick! Hier empfehle ich ein Picknick an einem schönen Badeplatz. Direkt im Wald und in den Waldwegen kommen relativ schnell die Mücken vorbei, wenn man nicht in Bewegung ist.

Vorraussetzung für eine solche Tour: gute Räder.

Wer also viel Rad fahren will, sollte seine eigenen Räder mitnehmen. Die vorhandenen waren zumindest bei uns nicht für Wald und Wiesentouren angelegt. Denn besonders mit Kindersitz auf dem Gepäckträger sind die Hügel dort ohne Gangschaltung durchaus schweißtreibend.

 

Tipp: Astrid Lindgren Leden

Von Jönköpping bis Västervik führt die 200km lange Strecke durch das Smaland Astrid Lindgrens. Vorbei an Mariannelund und Vimmerby sieht man auch an viele andere wichtigen Stationen aus ihrem Leben. Natürlich lässt sich die Strecke zur Not auch mit dem Auto erkunden. Wir sind immer wieder auf Schilder gestoßen, wenn wir auf unserer Einkaufs- oder Seetour waren.

 

Hier findet ihr mehr Informationen.

Älgpark

Kein Besuch in Schweden ohne ein Besuch im Älgpark. Davon haben wir mittlerweile schon wirklich viele gesehen. Nicht nur in Smaland, sondern auch in anderen Gegenden Schwedens. Durch manche fährt man mit dem Auto, durch andere wandert man oder wird im Anhänger kutschiert. Fast überall kann man die Elche füttern.  Sie lieben Kartoffeln, Birken- und Esbenlaub.

 

Wir waren in diesem Jahr im Malilla Älg Park und hatten eine gute Zeit dort. Es ist mit viel Liebe gemacht, die Inhaber sind freundlich. Neben den Elchen, die man in aller Ruhe füttern kann, gibt es die Möglichekeit um das Gehege herum zu spazieren. Etwa 1km. Das ist auch mit kleinen Kindern gut zu schaffen. Im Anschluss konnten die Mädchen noch Ziegen füttern und streicheln

 

Parken frei

Eintritt: Erw. 140 Kr, Kinder 60 Kr.

 

 

Weitere Parks in der Umgebung:


... bei Regen

Filmbyn

Die Filmbyn liegt am Ortsausgang von Mariannelund und ist ein kleines Filmstudio, in dem sich Kulissen, Kostüme, Mood- und Story Boards für einige der Verfilmungen. So gibt es hier die Höhe von Ronja Räubertochter, die Küche von Pippi Langstrumpf oder den Tischlerschuppen von Michel zu sehen.

Außerdem gibt es im Anschluss die Möglichkeit in Gesangskabinen einige Titelsongs Playback einzusingen und sich per Mail zuschicken zu lassen.  Gleiches gilt wohl auch für Filmszenen - das hat bei uns aber nicht so richtig funktioniert.

Lotte war ganz begeistert von der Räuberhöhle, ich von Pippis Küche. Da der Eintritt aber ziemlich hoch ist, lohnt sich ein Besuch meiner Meinung nach aber nur, wenn man auch wirklich dafür interessiert.

 

Parken frei

Eintritt: Erw. 175 Kr, Kinder 150 Kr

www.filmbyn.se

Kochen und Backen

Man muss ja nicht immer in Ferne schweifen und so... 

Bei schlechtem Wetter machen wir es uns auch gern mal im Ferienhaus gemütlich. Was wir dann gern backen? 

  • Blaubeerpfannkuchen
  • Zimtschnecken
  • Himbeerkuchen

Auch bei Regen kann man mit der richtigen Kleidung im Wald Blaubeeren sammeln gehen. Wir haben immer Gummistiefel und Matschhose im Gepäck. Ab Ende Juli findet man überall Himbeerbüsche. Schon häufig haben wir auch Marmelade selbst gemacht.

 

Wer lieber kocht als backt, kann im Juli und August bereits jede Menge Pilze im Wald (und dortigem Wegesrand) entdecken. Nirgend habe ich bisher mehr Pfifferlinge gefunden, als in Schweden.

 

Tipp: Pfifferlinge einfach mit Zwiebel und Frischkäse, ein paar Käutern, Pfeffer und Salz braten (oder grillen). Köstlich.

 




Und was ist mit mir?

... "ME"- time

Hand aufs Herz: Ein Urlaub mit Kindern ist kein Ponyhof. Auch wenn es insgesamt doch entspannter ist - wahrscheinlich, weil man es auch selbst ist - tauchen doch immer wieder gleichen Konflikte auf. Da man aber im Urlaub in der Regel auch 24 Stunden am Stück zusammen ist, gehört für uns die "ME"-time im Urlaub mit dazu. Und, noch mal Hand aufs Herz: Nicht alle teilen die Hobbies ihrer Partner und jeder braucht mal eine Auszeit. Deswegen teilen wir uns auch häufiger mal auf oder halten dem anderen für ein paar Stunden den Rücken frei, damit jeder mal ein paar Stunden nur für sich kein kann, auftanken, abschalten, entspannen.

Tilda hat in diesem Urlaub die Wortschöpfung "Moppis" ins Leben gerufen, was zum geflügelten Wort wurde. Immer wenn sie also fragte, wo Moppis ist, oder wann es kommt, sprach der Mann der von Motorradstrecken (Motorbana) und ich vom Loppis.

Loppis

Loppis: Trödel / Frohmarkt

Loppisfynd: Loppisfundstück / Schnäppchen

 

Ich würde ja am liebsten an jedem Loppis anhalten. Ähnlich wie die Schilder zum Badplats gibt es an jeder Ecke Schilder zum Loppis.

Was ich besonders daran mag: Man weiß nie, was genau einen erwartet.

Garagenflohmärkte, Scheunen oder Dachböden, alte Lagerhallen oder einfach nur ein Tisch am Straßenrand. Manchmal ist alles feinsäuberlich geputzt und ausgepreist, manchmal steht es vollgestaubt in einem Schuppen kreuz und quer. Fast überall gibt es aber Schätze zu entdecken und das bereitet mir besonderen Spaß. Manchmal weiß ich genau, wonach ich suche (wie die Holzkerzenständer oder Dalarnapferde), manchmal verliebe ich mich einfach direkt in ein Teil, wie in diesen wunderschönen Schubladenschrank. In diesem Jahr, haben wir sogar einen Sattel gefunden, den sich die Mädchen bereits für ihr Holzpferd gewünscht hatten. Preislich variieren sie stark. Ein verstaubtes Teil kostet natürlich weniger als ein poliertes und hübsch präsentiertes. In diesem Jahr war von allem etwas dabei.

 

LOPPISFYND: 

Schubladenschränkchen (250 Kr), Holzpferd (100 Kr), Handtasche (50 Kr), Kerzenständer (10 Kr), Rosendruck im Goldrahmen (10 Kr), rosa Schüssel (10 Kr), 6 Einweckgläser (80 Kr), Sattel mit Zaumzeug (250 Kr), Geschenke (90 Kr), kleine Vase (10 Kr), kleine Schale (10 Kr), hellblauer Teller (10 Kr)

 

Tipps:

Gammla Mejeriet, Karlstorp

Loppis in Ingatorp

Battre Loppis, Mariannelund

 

 

Auf Instagram findet ihr Bilder und Videos zu unserer Reise in einer extra angelegten Story names "Smaland".


Über einen Kommentar und Anregungen freue ich mich sehr!

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